Spezielle Fragen zu Granikeramik-Platten

Um Ihnen schnell und einfach weiterhelfen zu können, haben wir hier die häufig an uns gestellten Fragen zu Granitkeramik-Platten mit den passenden Antworten zusammengefasst. Sicher finden Sie hier und auf unseren Webseiten schon die Informationen, die Sie suchen. Und falls nicht, wenden Sie sich einfach an unseren Kundenservice.

Auf welche Unterlage kann ich Granitkeramik-Terrassenplatten verlegen?

  • Auf eine tragfähige vorhandene Bodenplatte (z. B. Betonplatte) mit Plattenlagern.

  • Eine gebundene Verlegung auf einer vorhandenen tragfähigen Bodenplatte ist grundsätzlich ebenfalls möglich. Hier muss auf eine ausreichende Wasserabfuhr geachtet werden, im Idealfall sollte ein Drainbeton verwendet werden.

  • Auf tragfähigem Untergrund (Erdreich oder Betonplatte) mit einem 3 – 5 cm dicken Bett aus einem Sand-Splitt-Gemisch. Bei dieser Art der Verlegung muss auf eine vollflächige Auflage der Platten geachtet werden. Aufgrund der dauerhaften Lagestabilität eignen sich BETONPLUS-Verbund-Terrassenplatten für diese Art der Verlegung jedoch besser.


Wackeln die Platten, wenn ich diese ungebunden auf ein Splittbett lege?

Wie „normale“ Plattenflächen benötigt auch eine mit Granitkeramik- Platten belegte Fläche eine Randeinfassung,  damit der Flächenbelag seitlich gehalten wird. Das Splittbett muss eben und glatt abgezogen und nicht zu stark sein (3 – 5 cm). Die Platten müssen vollständig aufliegen. Das Eigengewicht der Platten ist oft ausreichend für eine Lagestabilität. Die Fugen müssen mit Fugenkreuzen oder mit Fugenmaterial gesichert werden.

Eine Alternative sind die BETONPLUS-Verbund-Terrassenplatten. Diese haben eine keramische Fliese als Oberfläche, durch den Betonkern jedoch zusätzlich ein hohes Eigengewicht, wodurch eine hohe Lagestabilität gewährleistet ist.


Welche Fugenbreite muss ich einhalten?

Das Verlegeraster unserer Grantikeramik-Terrassenplatten (Xenox, Xeton und Xantos) ist ausgelegt auf eine Fugenbreite von 2 mm. KANN-Granitkeramik-Fugenkreuze und -Plattenlager erfüllen durch die angepasste Stegbreite diese Anforderung. Bei Verlegung von nur einem einzelnen Format können auch andere Fugenbreiten realisiert werden, jedoch nicht weniger als 2 mm. Die Platten müssen dann auf anderem Weg gegen Verschiebungen gesichert werden (breitere Fugenkreuze, Fugenfüllung). 


Was mache ich mit den Fugen? Kann ich diese schließen oder bleiben sie offen?

Bei Verlegung auf Plattenlagern bleiben die Fugen offen.

Bei Verlegung auf Splittbett bei Sicherung der Fugen mit Fugenkreuzen können die Fugen auch offen bleiben (bei vorhandener Randeinfassung). Bei Verlegung auf einem Splittbett können die Fugen ungebunden mit einem gewaschenen Brechsand gefüllt werden (auf Filterstabilität zwischen Fugen- und Bettungsmaterial achten, damit sich die Fuge nicht leert).

Eine feste Fugenfüllung ist grundsätzlich möglich, der Fugenfüller muss jedoch auf die Fugenbreite (min. 2 mm) und die Fugentiefe (max. 2 cm) abgestimmt sein (z. B. ROMEX Fugensand NP, bitte die Herstellerinformationen beachten)

Einige Fugenfüller hinterlassen auf den Platten deutlich sichtbare Bindemittelrückstände, die nur schwer wieder zu entfernen sind. Bitte testen Sie jeden Fugenfüller daher vor der vollflächigen Anwendung an einer verdeckten Stelle oder an einer Probefläche und lassen Sie sich vorab von Ihrem Baustoff-Fachhändler oder dem Hersteller des Fugenfüllers ausführlich in Bezug auf die Verträglichkeit des Fugenmaterials mit Feinsteinzeug-Terrassenplatten beraten.


Wie kann ich Granitkeramik-Terrassenplatten schneiden?

Um die besonders harten und dichten Feinsteinzeug-Terrassenplatten schneiden zu können, benötigen Sie einen Winkelschleifer oder einen Nassschneider mit einer für Feinsteinzeug geeigneten diamantbesetzten Trennscheibe. Ein Anritzen der Plattenoberfläche mit einem Fliesenschneider und anschließendes Brechen ist aufgrund der Plattendicke nicht möglich.

Sofern Sie einen Winkelschleifer mit entsprechender Scheibe einsetzen, so empfehlen wir, die Platte nicht in einem Schnitt zu trennen, sondern die Scheibe mehrfach entlang der Schnittkante zu führen bis die Platte vollständig getrennt ist.

Bei Verwendung eines Nassschneiders achten Sie bitte auf eine ausreichend große Auflagefläche, da es aufgrund der großen Formate ansonsten zu Bruch kommen kann.


Wie reinige ich Granitkeramik-Terrassenplatten?

Wenn eine Reinigung mit fließendem Wasser nicht möglich ist, so kann als „nächste Stufe“ ein neutraler  Seifenreiniger verwendet werden, mit dem sich die meisten Verschmutzungen entfernen lassen.

Tipp: Verschmutzungen durch Erde, Staub, etc. lassen sich besonders gut mit einer sehr feinen Bürste (z. B. einer Felgenbürste) entfernen. Die feinen Borsten können besser in die Struktur der Granitkeramik-Terrassenplatten eindringen als die dickeren Borsten von herkömmlichen Reinigungsbürsten.


Warum lassen sich Granitkeramik-Terrassenplatten leicht reinigen?

Durch die Dichte der Oberfläche und die äußerst geringe Wasseraufnahme der Platten dringen Verschmutzungen nicht in die Platte ein sondern verbleiben oberflächlich wo sie leicht entfernt werden können. 


Warum können sich trotz der Reinigungsfreundlichkeit Algen und Moose auf der Oberfläche bilden?

Auch auf Flächen mit keiner oder geringer Wasseraufnahme kann sich ein äußerst feiner organischer Film (Staub, leicht aufliegende Verschmutzungen) bilden, auf dem sich Grünbelag bilden kann. Dieser ist jedoch nur oberflächlich vorhanden und kann leicht entfernt werden.


Kann ich auch einen schweren Blumenkübel auf eine Granitkeramik-Platte abstellen, die auf Plattenlagern verlegt wurde?

Unsere Granitkeramik-Terrassenplatten haben eine hohe Mindestbruchlast von 4,14 kN nach EN 12825, was bedeutet,  dass auch schwere Gegenstände (wie z.B. große Blumenkübel) auf Granitkeramik-Platten problemlos abgestellt werden können.

Durch dynamische Lasten (z. B. sehr schwere herabfallende Gegenstände) könnte es jedoch unabhängig hiervon zu einem Bruch der Platte kommen, wenn dadurch die Bruchlast überschritten wird.


Meine Granitkeramik-Terrassenplatten sind mit ausreichendem Gefälle eingebaut. Warum verbleiben trotzdem nach Regen gelegentlich Pfützen in Gefällerichtung an den Rändern der Terrassenplatten?

Granitkeramik-Terrassenplatten haben eine sehr geringe Wasseraufnahme von unter 0,08% (gefordert nach EN 14411 ≤ 0,5%). Dies macht die Oberfläche äußerst resistent gegen Verschmutzungen. Im Gegensatz zu herkömmlichem Natur- bzw. Betonstein, der durch die mehr oder weniger stark vorhandene Porosität Wasser aufsaugt und nach und nach wieder abgibt, verbleibt das Niederschlagswasser bei Granitkeramik-Terrassenplatten auf der Oberfläche bzw. wird bei ausreichendem Gefälle durch die Fugen in den Untergrund geleitet.

Durch die Oberflächenspannung des Wassers und durch eine selten vorkommende äußerst geringe, im strengen Rahmen der zulässigen Toleranzen liegende vertikale Krümmung der Platten kann es in einzelnen Fällen trotz des vorhandenen Gefälles dazu kommen, dass sich in Gefällerichtung an den Rändern der Granitkeramik-Terrassenplatten ein dünner Wasserfilm bildet bzw. das Niederschlagswasser auf der Oberfläche verbleibt.