Häufig gestellte Fragen zu Aufbau und Verlegung

Um Ihnen schnell und einfach weiterhelfen zu können, haben wir hier die häufig an uns gestellten Fragen mit den passenden Antworten zusammengefasst. Sicher finden Sie hier und auf unseren Webseiten schon die Informationen, die Sie suchen. Und falls nicht, wenden Sie sich einfach an unseren Kundenservice.

Wer hilft mir weiter, wenn ich Probleme beim Einbau habe?

Zu allen unseren Produkten bieten wir spezielle oder allgemeine Auf- und Einbauanleitungen, die Sie in unserem Servicebereich anschauen und/oder herunterladen können. Für weitergehende technische Fragen oder für spezielle Anwendungen wenden Sie sich bitte jederzeit an unseren Kundenservice.


Wie verlege ich Pflaster­steine und Terrassenplatten, wie baue ich Palisaden, Stufen oder Rand­stein ein?

Für alle, die ihre Terrasse, ihre Einfahrt oder ihren Hauseingang selbst gestalten möchten, haben wir in unserem Servicebereich umfangreiche Hinweise zur Verlegung von Pflastersteinen oder Terrassenplatten, zum Auf- und Einbau von Palisaden und Mauern und zum Einbau von Stufen vorbereitet. Sie finden dort auch umfangreiche Informationen zum Download. Klicken Sie auf die folgenden Links, um weitere Informationen zu finden:


Was muss ich bei der Verlegung von langen Steinformaten beachten?

Bei der Verlegung langer Steinformate (großes Längen-/Breitenverhältnis, z. B. Centara®) müssen einige Besonderheiten berücksichtigt werden, um Beschädigungen der Steine zu vermeiden.

So dürfen Sie langformatige Pflastersteine nur in Bereichen mit Fußgängerverkehr einsetzten oder in Bereichen mit gelegentlicher Pkw-Nutzung und ruhendem Verkehr. Sofern gelegentlicher Lieferverkehr die Fläche befahren muss, sollten Sie wenn möglich auf den Einsatz langformatiger Pflastersteine verzichten. Achten Sie außerdem darauf, langformatige Pflaster nicht in Bereichen mit großem Gefälle einzusetzen und bei Gefällewechseln in der Fläche die Steine immer quer zum Gefälleverlauf einzubauen. Nur so kann eine vollflächige Auflage der Steine gewährleistet werden.

Die Bettung sollte eine Dicke von nicht mehr als 3-4 cm haben und besonders höhen- und fluchtgerecht aufgebaut sein. Durch die große Auflagefläche der Steine und das begrenzte Gewicht des Rüttlers lassen sich die Steine nur geringfügig einrütteln.

Verwenden Sie nur Flächenrüttler mit Plattengleitvorrichtung und rütteln Sie die Flächen in Längs-/Verlegerichtung ab (in Richtung der langen Seite der Steine). Vor dem Abrütteln müssen die Fugen unbedingt geschlossen und die Fläche sauber sein. Als Rüttler empfehlen wir besonders oberflächen-/steinschonende Spezialrüttler (z. B. Bomag Stoneguard oder Weber Rollenrüttler VPR).

Standard-Flächenrüttler (Betriebsgewicht max. ca. 130 kg, Zentrifugalkraft max. ca. 18 - 20 kN) nur mit einer Plattengleitvorrichtung verwenden und zusätzlich eine möglichst hohe Rüttelfrequenz (> 65 Hz) wählen, um ein Springen des Rüttlers auf der Oberfläche zu vermeiden.


Kann ich Pflastersteine oder Terrassenplatten ohne Fuge verlegen?

Bei der Verlegung von Pflaster- und Terrassenplattenflächen ist grundsätzlich ein Fugenabstand von 3-5 mm einzuhalten,  bei Steindicken ab 12 cm von 5-8 mm. Eine fugenlose Verlegung (auch "Knirsch-Verlegung" genannt) ist nicht zulässig.

Die seitlich an Pflastersteinen angebrachten Abstandshilfen oder Verbundnocken geben übrigens nicht automatisch das Fugenmaß an.


Welches Fugenmaterial verwende ich?

Welches Fugenmaterial Sie am besten für die Füllung der Fugen von Pflastersteinen und Terrassenplatten verwenden hängt vom zu verfugenden Produkt und dem Einsatzbereich ab.

Um Ihnen einige Hinweise zu geben, haben wir Ihnen in einem Infoblatt die wichtigsten Empfehlungen zusammengefasst.

Wichtig ist jedoch in jedem Fall, dass Sie zur Verfugung hochwertiger farbiger oder heller Zierpflastersteine möglichst einen gewaschenen oder entfüllerten Brechsand verwenden. Durch das waschen oder entfüllern werden die Feinanteile größtenteils entfernt, wodurch die Gefahr durch Verschmutzungen der Oberfläche beim verfugen vermindert wird.

Außerdem muss nach der Verfugung eine gründliche Nassreinigung (Bauabschlussreinigung) durchgeführt werden.


Warum muss ich nach Abschluss der Baumaßnahme eine Bauabschlussreinigung durchführen?

Während der Baumaßnahme kommt es oft unweigerlich zu Verschmutzungen der Oberflächen von Terrassenplatten oder Pflastersteinen. Sei es durch Erdreich, Lehm, Staub oder auch durch Reste des Fugenfüllmaterials. Damit diese nicht zu dauerhaften und manchmal schwer zu entfernenden Verschmutzungen oder Verfärbungen führen, muss spätestens unmittelbar nach Abschluss der Bauarbeiten oder vor längeren Unterbrechungen eine gründliche Nassreinigung (Bauabschlussreinigung) durchgeführt werden. Im Idealfall sollte hierfür ein Niederdruck-Flächenreiniger verwendet werden. Unabhängig davon sollten gröbere Verschmutzungen bereits während des Einbaus regelmäßig entfernt werden.


Kann ich Plattenflächen mit feinem Quarzsand verfugen?

Bei Terrassenplatten ohne Verkehrsbelastung empfehlen wir die Verfugung mit einem Sand-Splitt-Gemisch aus gewaschenem Material.

Von der Verwendung von feinem Quarzsand zur Fugenfüllung raten wir ab. Quarzsand kann aus der Fuge in die Bettungsschicht rieseln, wodurch sich die Fuge leeren und es zu Verschiebungen der Platten kommen kann. Zusätzlich kann aus der Fuge austretender Quarzsand insbesondere auf oberflächengeschützten Platten verstärkt zu Verkratzungen führen. Generell bindet Quarzsand aufgrund seiner Feinkörnigkeit Wasser, was zu Wasserrändern auf den Platten und zu einer verstärkten Bildung von Pflanzenwachstum in den Fugen führen kann.

Die wichtigsten Empfehlungen zu Fugenmaterialien haben wir für Sie in einem Infoblatt zusammengefasst.


Kann ich Pflaster­steine oder Terrassenplatten fest bzw. gebunden verfugen?

Als Regelbauweise empfehlen wir für unsere Produkte eine ungebundene Verfugung, da die Fuge als elastischer Teil der Fläche die Einzelsteine zu einer stabilen Einheit verbindet. Informationen zum richtigen Fugenmaterial haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Falls Sie eine feste, also eine gebundene Fuge bevorzugen, so lassen Sie sich dazu bitte im Baustoff-Fachhandel oder von Ihrem Verarbeiter ausführlich beraten und achten Sie bei der Auswahl und bei der Verarbeitung exakt auf die Herstellerangaben, insbesondere in Bezug auf Mindestfugenbreiten und -tiefen und eventuelle Bindemittelrückstände, die nach der Verarbeitung an der Oberfläche verbleiben können.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Verfugung von ungebunden verlegten Platten und Pflastersteinen mit einem gebundenen Fugenfüller um eine Mischbauweise handelt und es durch Bewegungen der verfugten Terrassenplatten oder Pflastersteinen zu Rissen in der festen Fuge und/oder zu Ausbrüchen des Füllmaterials kommen kann. Daher sollte diese Mischbauweise nur auf Flächen mit fußläufigen Belastungen angewendet werden und nicht auf Flächen die von Fahrzeugen befahren werden.

Da wir nicht alle Fugenfüller auf Kompatibilität mit unseren Produkten testen können, können wir keine Gewähr für die Funktionsweise übernehmen. Bekannte Schäden sind z. B. Kantenablösungen oder Risse in der Fuge, Feuchteränder an den Bodenbelägen oder Verfärbungen auf den Oberflächen der Pflastersteine oder Terrassenplatten, die zum Teil auch erst mehrere Tage oder Wochen nach der Verarbeitung auftreten können. Wir empfehlen daher, bei unbekannten Fugenfüllern eine kleine Testfläche anzulegen und die oberflächlichen Veränderungen zumindest mehrere Tage zu beobachten (bei einigen Bindemitteln treten oberflächliche Veränderungen erfahrungsgemäß auch erst nach bestimmten Witterungseinflüssen auf).

Dennoch schließen wir bei der Verwendung von gebundenen Fugenfüllern jegliche Gewährleistung für Schäden aus, die auf die Verwendung des gebundenen Fugenfüllers zurückzuführen sind.

Bitte wenden Sie sich im Zweifel an unseren Kundenservice, wo man Ihnen gerne weiterhilft oder Tipps zur festen Verfugung gibt.


Kann ich festen Fugenfüller im Bereich von Schwimmbädern oder Pools einsetzen?

Bei dauerhaftem Kontakt mit Chlorwasser kann es im Laufe der Zeit bei verschiedenen Fugenfüllern zu oberflächlichem Ablösen oder im weiteren Zeitablauf zu einer Zerstörung der festen Fuge kommen. Bei im Bereich von Schwimmbädern oder Pools auf wasserabführendem Unterbau verlegten Platten empfehlen wir die Verwendung des Fugenfüllers vdw815 des Herstellers GftK. Dieser ist chemikalienbeständig und wird von chlorhaltigem Wasser nicht angegriffen.

Bitte beachten Sie hierbei jedoch unbedingt auch unsere Hinweise zur festen/gebundenen Verfugung, insbesondere in Bezug auf evtl. Schäden.


Sollte eine Fläche vor oder nach der Verfugung abgerüttelt werden?

Pflasterflächen dürfen erst abgerüttelt werden, wenn die Fugen gefüllt sind.

Um Verunreinigungen und Schäden an den Pflasteroberflächen zu vermeiden, muss vor dem Abrütteln überschüssiges Fugenmaterial gründlich entfernt werden. Außerdem muss die Fläche sauber und trocken sein.

Beim Abrütteln ist es wichtig, einen auf die verwendeten Pflastersteine abgetimmten Flächenrüttler zu verwenden, da es durch eine zu große Rüttelenergie zu Beschädigungen der Oberfläche oder zum Bruch von einzelnen oder mehreren Steinen kommen kann.

Nach dem Abrütteln muss die Fläche unter Zugabe von Wasser bis zum vollständigen Fugenschluss eingeschlämmt werden.


Wie rüttele ich eine Fläche richtig ab?

Abgerüttelt werden nur Flächen, die hierfür geeignet sind, also grundsätzlich nur Pflasterflächen. Mit Terrassenplatten belegte Flächen dürfen nicht abgerüttelt werden, bei Pflastersteinen mit großer Längen-/Breitendifferenz (z. B. 60x20 cm) sollten nur kleiner dimensionierte Flächenrüttler zum Einsatz kommen und die Steine nur in Längsrichtung abgerüttelt werden. Hierfür empfehlen wir besonders oberflächen-/steinschonende Spezialrüttler (z. B. Bomag Stoneguard oder Weber Rollenrüttler VPR).

Abgerüttelt wird ansonsten immer von innen nach außen mit Überlappungen. Insbesondere Zierpflastersteine und Rasengitterplatten sollten immer mit einer Plattengleitvorrichtung abgerüttelt werden, da es ansonsten zu Schäden an der Oberfläche kommen kann.

Für unterschiedliche Steindicken empfehlen wir unterschiedliche Flächenrüttler:
 

Steindicke

Betriebsgewicht
Rüttler

Zentrifugalkraft
Rüttler

6 cm

ca. 130 kg

18 - 20 kN

8 cm

ca. 170 - 200 kg

20 - 30 kN

≥ 10 cm

ca. 200 - 600 kg  

30 - 60 kN

Rasengitterplatten

ca. 130 kg

18 - 20 kN

 


Wie hoch darf ich meine Garten­mauer bauen?

Die maximale Aufbauhöhe von Gartenmauern wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Eine wichtige Rolle spielen z. B. die Mauerelemente an sich. Sind diese hohl ausgeführt und können mit Beton verfüllt und/oder bewehrt werden? Handelt es sich um schwere Trockenmauern? Verfügen die Mauerelemente über ein Verzahnungssytem? Ebenso wichtig ist jedoch die Umgebung, in welcher die Mauer eingebaut wird. Wird die Mauer freistehend oder hinterfüllt aufgebaut? Wird die Mauer geneigt aufgebaut?

Eine Übersicht über die maximalen Aufbauhöhen unserer Mauersysteme haben wir hier für Sie zusammengestellt.


Kann ich oberflächenbeschichtete Terrassenplatten (CleanKeeper plus, SoftSeal) im Bereich von Schwimmbädern oder Pools einsetzen?

Die Verwendung von oberflächenbeschichteten Terrassenplatten im Einwirkbereich von chlorhaltigem Wasser ist bei normaler bis geringer Chlordosierung möglich. Bei hoher oder sehr hoher Dosierung kann es jedoch zu Verfärbungen, Fleckenbildungen oder zur Zerstörung des Oberflächenschutzes kommen.

Wichtiger Hinweis: Achten Sie bitte drauf, dass oberflächengeschützte Terrassenplatten oder Pflastersteine bei Nässe rutschig werden können, da Wasser nicht in die Produkte einzieht sondern häufig in kleinen Pfützen auf der Oberfläche verbleibt.


In den Paletten befindet sich zwischen den einzelnen Produktlagen ein Granulat. Um was handelt es sich und welche Funktion hat es?

Damit Ihre Pflastersteine oder Terrassenplatten die Baustelle in der gleichen Qualität erreichen, wie sie unser Produktionswerk verlassen, muss insbesondere die Oberfläche, die ja letztendlich den sichtbaren Teil der Produkte darstellt, vor Beschädigungen wie Kratzern oder Abplatzungen aber auch vor Verfärbungen und Ausblühungen geschützt werden. 

Üblicherweise geschieht das durch die Verwendung von Vliesen oder Schaumfolien zwischen den einzelnen Produktlagen. Dadurch werden Kratzer auf den Steinoberflächen, die durch leichte Bewegungen der jeweils darüber liegenden Steinlagen entstehen könnten, vermieden. Diese Zwischenlagen verursachen jedoch eine nicht zu unterschätzende Menge an Abfall auf der Baustelle, der gesammelt und über den Hausmüll oder den „gelben Sack“ entsorgt werden muss.

Um diese Menge an Verpackungsmüll zu verringern, setzt KANN bei einigen Produkten mittlerweile ein Öko-Streugranulat zum Schutz der Pflaster- und Terrassenplatten-Oberflächen ein. Dabei handelt es sich um ein Biopolyester-Naturfaser-Produkt mit einem biogenen Anteil von fast 100 %, welcher in einem speziellen Schmelz-Compoundierungsverfahren hergestellt wird.

Die Zusammensetzung des Öko-Streugranulats ermöglicht einen Abbau durch Verrottung in der Natur. Bei der vollständigen Kompostierung zerfällt das Öko-Streugranulat innerhalb von zwei bis fünf Jahren zu CO2 und Wasser. Dabei wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie durch den biogenen Anteil vorab auch aufgenommen wurde (CO2-neutral).

Ausführliche Informationen und Antworten auf viele Fragen zum Öko-Streugranulat haben wir in einem Informationsblatt für Sie zusammengestellt.