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Fach-/ Objektbericht

Ein neuer Ortsmittelpunkt

Moderne Platzgestaltung und historische Architektur sind kein Widerspruch. Die Produkte von KANN setzen Akzente auf dem St.-Hubertus-Platz.

Moderne Platzgestaltung und historische Architektur sind kein Widerspruch. Die Produkte von KANN setzen Akzente auf dem St.-Hubertus-Platz.

St.-Hubertus-Platz in Rennerod mit KANN-System gestaltet

Seit alters her dient der Dorfplatz als Treffpunkt und „gute Stube“ des Ortes. Was macht man, wenn es einen solchen Platz aufgrund der Ortsstruktur nicht gibt? Man legt ihn neu nach den Bedürfnissen der Bürger an. So geschehen in der Gemeinde Rennerod im Westerwald. Hier entstand eigens ein neuer Dorf- und Festplatz vor der Kirche. Gestalterisch gibt das Pflaster- und Betonsteinsystem Vianova von KANN den Ton an.

Ein Dorfplatz entsteht

Die Gemeinde Rennerod liegt idyllisch inmitten der grünen Landschaft des Westerwaldes. Trotz ihrer verkehrsgünstigen Lage am Kreuzungspunkt zweier Bundesstraßen gibt es jedoch keinen eigentlichen Ortskern, denn der Großteil Rennerods liegt entlang der Durchfahrtsstraße B 54. Ein Umstand, der die Stadtväter schon seit längerer Zeit störte. Bereits 1991 beschloss man einen Stadtentwicklungsplan, um den innerörtlichen Bereich aufwerten zu können. Zu den angestrebten Projekten zählte neben der Sanierung zweier Straßen auch die Anlage eines Platzes, der als Ortsmittelpunkt dienen sollte. Für diese Funktion ausgewählt wurde der Platz rund um die St.-Hubertus-Kirche. Etwas abseits neben der Ortsdurchfahrt gelegen, diente er lediglich als Parkplatz und wies keine Gestaltung auf, die zum Verweilen einlud. Die ruhige Lage in der Nähe der Kirche prädestinierte die Freifläche jedoch für eine gestalterische Aufwertung mit hoher Aufenthaltsqualität. Ebenfalls mit eingebunden in den neuen Ortsmittelpunkt wurde die Planung eines neuen Pfarrheims in direkter Nachbarschaft zur Kirche. Entstanden sind der Platz sowie das neue Pfarrheim nach Ideen des Architekturstudenten Edwin Schander, der am eigens ausgerufenen Wettbewerb der Uni Siegen teilnahm. Umgesetzt wurden seine Ideen vom Ingenieurbüro Brendebach aus Wissen, der Reuscher Tiefbau GmbH aus Rennerod sowie der Firma Schäfer und Schäfer Straßenbau aus Dürrholz.

Kontrast zwischen alt und modern

Die Stadtväter Rennerods entschieden sich bei der Gestaltung des St.-Hubertus-Platzes bewusst für ein modernes, geradliniges Konzept. Er sollte in seiner geometrischen Klarheit zum Neubau des Pfarrheims passen und damit einen Gegenpol zur alten Kirche mit ihrem Basaltmauerwerk bilden. Entstehen sollte eine moderne Einheit, die trotzdem zur historischen Kirche passt. Das sollte sich natürlich auch in den eingesetzten Baumaterialien wiederspiegeln. Zudem galt es, die Funktion als Treffpunkt für die Bürger und Festplatz zu berücksichtigen. Daher war ein Produktsystem gefragt, das nicht nur die gestalterischen Vorgaben erfüllt, sondern neben dem Pflasterbelag mit Stufen und Palisaden auch die Realisierung von Sitzgelegenheiten erlaubt. Mit dem Vianova-System von KANN fanden sich die passenden Produkte, mit denen sich sämtliche Wünsche auf einen Nenner bringen ließen.

Ein moderner Treffpunkt für die Bürger

Das Konzept von Edwin Schander sieht für den St.-Hubertus-Platz nicht nur die gestalterische Einheit, sondern auch die Schaffung einer weiträumigen Freifläche vor der Kirche und dem Pfarrheim vor, die nicht von der Architektur der Gebäude ablenkt. Die Anlage wurde wie eine Arena mit mehrstufigen Sitzgelegenheiten am Rand gestaltet. Seitlich des Platzes verläuft ein Radweg. Er wurde mit kleinformatigem Vianova-Pflaster in 10 cm Dicke im Reihenverband erstellt. Auf dem großen Kirchplatz hingegen kamen Großformate in den Abmessungen 60/40/12 und 40/20/12 cm zum Einsatz. Sie wurden in einem kreativen Verband eingebaut, so dass sich trotz der großen Fläche eine attraktive, abwechslungsreiche Optik ergibt. Als Begrenzung zum Radweg entstand ein Rasenbeet mit einer Baumreihe, das durch Vianova-Sitzblöcke eingerahmt wird. Sie wurden gestaffelt versetzt und begrenzen linksseitig den Zugang zum Platz, zu dem Treppenstufen hinunterführen. Auf der rechten Seite der Treppe schafft eine weitere Reihe von Vianova-Sitzblöcken eine räumliche Begrenzung zum Platz, die auch als Sitzgelegenheit genutzt werden kann. Eine weitere Reihe von Blöcken beginnt auf dem Niveau des Treppenkopfs und verläuft parallel (mit dem gleichen Kurvenverlauf) zur oberen Sitzblockreihe. Sämtliche Sitzgelegenheiten ermöglichen einen guten Blick auf einen künstlichen Wasserlauf, der etwas erhöht liegt und von Vianova-Mauerscheiben eingefasst wird. Das „Bachbett“ selbst wurde mit kleinteiligem Natursteinpflaster gestaltet. Mit kleinen Felsen und Schiebern zum Aufstauen des Wasserflusses versehen, dient der Bach in den warmen Sommermonaten als Wasserspielplatz und erfreut sich großer Beliebtheit bei den ganz jungen Einwohnern Rennerods.

Die Vianova-Gestaltungsfamilie

Das Vianova-System von KANN ist in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert worden. Hauptbestandteil der Serie sind die vielfältigen Pflasterformate , die sich durch ihre moderne Eleganz auszeichnen. Die wassergestrahlten bzw. kugelgestrahlten Oberflächen bestehen aus hochwertigen Edelsplitten. Auf diese Weise erhält Vianova seine Farbbrillanz und ein hohes Maß an Trittsicherheit. Auch höhere Belastungen, zum Beispiel durch das Befahren mit Pkw, stellen für Vianova-Pflaster kein Problem dar. Für eine gute Verschiebesicherung sorgt der KANNtec10-Verschiebeschutz, der eine hohe Lagestabilität gewährleistet.

Passend zu den Pflastersteinen werden Palisaden, Mauerscheiben, Blockstufen und Randsteine angeboten, die alle in Bezug auf ihr Oberflächendesign und ihre Farbgebung aufeinander abgestimmt sind. Abgerundet wird das Gestaltungsspektrum durch Sitzblöcke, die sich überall dort einsetzen lassen, wo besondere Akzente gesetzt werden sollen.



Fazit

Durch den konsequenten Einsatz des Vianova-Systems erscheint der Platz mit dem angrenzenden Fuß- und Radweg als gestalterische Einheit. Die moderne Eleganz kommt nicht nur den momentanen Vorstellungen architektonischer Geradlinigkeit entgegen, auch in Zukunft wird die Außenanlage durch ihr edel zeitloses Design überzeugen können. Die Bürger von Rennerod nutzen den Platz gerne als Treffpunkt. Vor allem der Wasserlauf ist bei den Kindern sehr beliebt.

Fotos: KANN Baustoffwerke, Bendorf