
Tier des Jahres 2025
Der Gartenschläfer ist Tier des Jahres! Kaum sichtbar, aber ökologisch bedeutsam, rückt das kleine Säugetier in diesem Jahr ins Zentrum der…
Der Gartenschläfer
Heimlicher Nachbar mit großen Ansprüchen
Er wiegt kaum mehr als ein Schokoriegel, schläft den halben Tag – und einen Großteil des Jahres. Und trotzdem sorgt er 2025 für großes Aufsehen: Der Gartenschläfer ist Tier des Jahres! Kaum sichtbar, aber ökologisch bedeutsam, rückt das kleine Säugetier in diesem Jahr ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Zeit, ihn besser kennenzulernen – und zu überlegen, wie wir ihm in unseren Gärten, Parks und Grünanlagen wieder mehr Raum geben können.
Wer ist der Gartenschläfer?
Mit seiner schwarz-weißen Gesichtsmaske sieht der Gartenschläfer (Eliomys quercinus) ein bisschen aus wie ein Mini-Waschbär. Tatsächlich gehört er zur Familie der Bilche – genau wie der bekanntere Siebenschläfer. Sein Name verrät viel über seine Lebensweise: Tagsüber ruht er gut versteckt in Baumhöhlen, Steinhaufen oder Dachböden, nachts geht er auf Nahrungssuche. Dabei ist er alles andere als wählerisch – Früchte, Insekten, Nüsse oder auch mal ein Vogelei stehen auf dem Speiseplan.
Sein Lebensraum? Früher fast überall in Deutschland verbreitet, heute stark fragmentiert. Vor allem in Mittelgebirgen, an der Mosel, in der Eifel und entlang des Rheins gibt es noch stabile Populationen. Das macht ihn für Regionen wie das Mittelrheintal oder den Westerwald zu einem prominenten – wenn auch kaum je gesehenen – Mitbewohner.

Warum der Gartenschläfer bedroht ist
So genügsam der Gartenschläfer bei der Nahrung ist, so anspruchsvoll ist er beim Wohnen. Er braucht abwechslungsreiche, strukturreiche Landschaften mit ausreichend Versteckmöglichkeiten – also genau das, was durch intensive Landnutzung, Flächenversiegelung und aufgeräumte Gärten nach und nach verloren geht. Die Folge: In großen Teilen Deutschlands ist der Gartenschläfer bereits verschwunden. Experten sprechen von einem "dramatischen Rückgang" – vor allem in Ostdeutschland.
Das Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“ – eine Initiative von BUND, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und weiteren Partnern – hat in den letzten Jahren erforscht, wo der Gartenschläfer heute noch vorkommt und welche Maßnahmen ihm helfen könnten. Das Fazit: Je vielfältiger der Lebensraum, desto besser.

Natursteinoptik trifft Naturschutz
Auch unsere Produkte können einen Beitrag leisten: Terrassenplatten mit Natursteinstruktur, Ökopflaster mit Sickerfugen, die Regenwasser versickern lassen, Mauersysteme mit Fugen und Nischen – viele KANN Lösungen unterstützen eine naturnahe Gestaltung.
Ein gutes Beispiel dafür ist die Germania antik-Mauer: Mit ihren unregelmäßigen Kanten, gealterten Oberflächen und dem rustikalen Charme traditioneller Baukunst fügt sie sich harmonisch in natürliche Umgebungen ein. Die kleinformatigen Steine lassen sich vielseitig einsetzen – ob als Einfassung für Beete, als Sichtschutz oder zur Gestaltung gemütlicher Rückzugsorte im Grünen.
Und wo Gärten lebendig sind, kann es passieren, dass sich plötzlich ein seltener Gast einstellt: vielleicht nicht sofort der Gartenschläfer, aber ein Igel, eine Eidechse oder Wildbienen. Der erste Schritt ist oft klein – aber er macht den Unterschied.

Ein Nachbar mit Symbolkraft
Dass der Gartenschläfer Tier des Jahres ist, zeigt uns einmal mehr: Die Artenvielfalt ist kein fernes Thema aus Nationalparks und Tropenwäldern. Sie beginnt vor unserer Haustür – im Vorgarten, im Innenhof, am Wegesrand. Vielleicht ist es gerade dieses unscheinbare, nachtaktive Tier, das uns daran erinnert, wie wichtig selbst die kleinsten Bewohner unserer Umgebung sind.
Also: Augen auf bei der Gartengestaltung. Und beim nächsten Spaziergang durch die Dämmerung ruhig einmal genau hinhören – vielleicht raschelt da ja etwas im Gebüsch.

