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Sonnengärten 

Wo Licht zum Gestaltungselement wird

Sonnengärten

Im letzten Monat ging es im KANN Magazin um Schattengärten – jene oft unterschätzten Bereiche, in denen durch die richtige Planung überraschend ruhige und atmosphärische Lieblingsplätze entstehen können. Doch auch das Gegenteil hat seinen ganz eigenen Reiz: Gärten, die über viele Stunden von der Sonne durchflutet werden. In einem Sonnengarten wird Licht selbst zum Gestaltungselement. Farben wirken intensiver, Materialien entfalten ihre volle Wirkung und Pflanzen zeigen ihre ganze Blütenpracht. Wer die besonderen Bedingungen sonniger Flächen versteht, kann daraus lebendige, warme und einladende Gartenräume entwickeln.

Arten von Sonnensituationen

Auch Sonne ist nicht gleich Sonne. Je nach Lage des Gartens entstehen unterschiedliche Lichtverhältnisse, die Gestaltung und Pflanzenauswahl beeinflussen.

  • Volle Sonne: Flächen mit Südausrichtung oder offene Terrassen erhalten über viele Stunden direktes Sonnenlicht. Hier entstehen warme, helle Aufenthaltsbereiche, die sich ideal für Terrassen, Essplätze oder großzügige Sitzbereiche eignen.
  • Morgen- oder Abendsonne: Ost- oder Westlagen profitieren von weicherem Licht. Morgensonne sorgt für einen frischen Start in den Tag, während Abendsonne eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre für lange Sommerabende schafft.
  • Reflektierende Sonne: Helle Fassaden, Mauern oder Bodenbeläge können Sonnenlicht zusätzlich reflektieren. Dadurch wirken Gartenbereiche noch heller und freundlicher – gleichzeitig steigt jedoch auch die Wärmeentwicklung.

Wer diese Unterschiede kennt, kann Sitzplätze, Wege und Pflanzflächen gezielt so anordnen, dass der Garten über den gesamten Tag hinweg angenehm nutzbar bleibt.

Geeignete Pflanzen

für sonnige Standorte

Im Sonnengarten dürfen Pflanzen zeigen, was sie können. Viele Arten lieben direkte Sonne und danken es mit intensiven Farben, üppiger Blüte und mediterranem Flair.

  • Trockenheitsliebende Stauden: Lavendel, Salbei oder Katzenminze fühlen sich auf sonnigen, eher trockenen Böden besonders wohl. Sie sind robust, pflegeleicht und bringen Duft sowie lebendige Farben in den Garten.
  • Blühfreudige Stauden und Gräser: Sonnenhut, Fetthenne oder Ziergräser setzen kräftige Akzente und sorgen für Bewegung im Beet. Besonders in Kombination entsteht ein natürlicher, lebendiger Eindruck.
  • Mediterrane Pflanzen: Olivenbäume, Rosmarin oder Thymian vermitteln ein Gefühl von Urlaub im eigenen Garten. Sie vertragen Hitze sehr gut und passen hervorragend zu sonnigen Terrassenbereichen.

Tipp:

Eine ausgewogene Mischung aus Blühpflanzen, Gräsern und strukturgebenden Sträuchern sorgt dafür, dass der Sonnengarten abwechslungsreich wirkt, ohne überladen zu sein.

Gestaltungstipps für Sonnengärten

  • Schatten bewusst einplanen: Auch wenn Sonne das zentrale Element eines Sonnengartens ist, sollten schattige Rückzugsorte nicht fehlen. Pergolen, Sonnensegel oder locker gesetzte Bäume schaffen angenehme Inseln, in denen man sich an heißen Tagen zurückziehen kann. Gleichzeitig strukturieren solche Elemente den Garten und sorgen dafür, dass offene Flächen nicht zu groß oder kahl wirken.
  • Materialien mit Bedacht wählen: Bodenbeläge und Oberflächen prägen die Atmosphäre eines sonnigen Gartens besonders stark. Helle Materialien reflektieren Licht und lassen Flächen großzügig und freundlich erscheinen. Gleichzeitig heizen sie sich weniger stark auf als dunkle Beläge. Leicht strukturierte Oberflächen sorgen zusätzlich dafür, dass die Flächen auch bei intensiver Sonneneinstrahlung angenehm begehbar bleiben.
  • Wasser als ausgleichendes Element einsetzen: In stark besonnten Gärten wirkt Wasser wie ein natürlicher Ausgleich. Kleine Brunnen, Wasserschalen oder flache Wasserflächen bringen Bewegung und Frische in den Außenbereich. Das leise Plätschern sorgt für eine entspannte Atmosphäre und macht sonnige Plätze auch an heißen Tagen besonders angenehm.
  • Großzügige Flächen schaffen: Sonnengärten profitieren von offenen Strukturen. Breite Wege, großzügige Terrassen oder klar definierte Aufenthaltsbereiche lassen den Garten weitläufig und luftig wirken. Gleichzeitig entstehen vielseitige Nutzungsbereiche – vom Frühstücksplatz in der Morgensonne bis zur gemütlichen Lounge für lange Sommerabende.

Kibo-Mauer

Struktur für sonnige Gartenräume

In sonnigen Gärten können Mauern offene Flächen gliedern und gleichzeitig geschützte Sitzplätze schaffen. Die Kibo-Mauer greift die Optik klassischer Klinkersteine auf und bringt mit ihren authentischen Proportionen sowie den leicht unregelmäßigen Kanten einen warmen, traditionellen Charakter in den Außenbereich.

Erhältlich in den Farbnuancen klinkerrot und klinkergrau, eignet sie sich ideal als Einfassung für Terrassen, zur Gliederung von Gartenräumen oder als dekorative Begrenzung. Gleichzeitig überzeugt sie durch robuste Materialien, die Witterungseinflüssen dauerhaft standhalten – und so Gestaltung und Funktion harmonisch verbinden.

Kibo-Mauer

Sonnengärten bewusst gestalten

Sonnige Gartenbereiche bieten enormes Potenzial. Sie sind lebendig, farbenreich und laden dazu ein, möglichst viel Zeit im Freien zu verbringen. Mit hitzetoleranten Pflanzen, durchdachten Strukturen und passenden Materialien entstehen Gartenräume, die nicht nur schön aussehen, sondern auch an heißen Tagen angenehm nutzbar bleiben. So wird der Sonnengarten zum strahlenden Gegenstück des Schattengartens – ein Ort voller Licht, Wärme und Lebensfreude.