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Lebensräume

Welchen Beitrag Gärten zur Artenvielfalt leisten können

Privatgärten als wichtige Lebensräume

Mehr als nur schön: Welchen Beitrag Gärten zur Artenvielfalt leisten können

Ein Garten ist Rückzugsort, Spielplatz, Terrasse und grünes Wohnzimmer. Gleichzeitig kann er ein wichtiger Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel, Käfer und zahlreiche andere Arten sein.

Wie groß dieses Potenzial ist, wird inzwischen auch wissenschaftlich untersucht. Eine 2025 veröffentlichte Studie betrachtete dafür 2.000 Privatgärten in Deutschland und entwickelte einen Index, mit dem sich ihre Bedeutung für die Biodiversität bewerten lässt. Das Ergebnis: Privatgärten können einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt leisten – vor allem dann, wenn sie unterschiedlich gestaltet und entsprechend gepflegt werden.

Dabei zählt nicht nur der einzelne Garten. Viele unterschiedlich gestaltete Gärten können zusammen ein Netzwerk aus kleinen Lebensräumen bilden.

Vielfalt ist der Schlüssel

Biodiversität braucht vor allem Vielfalt. Dabei geht es nicht nur um möglichst viele Pflanzenarten. Auch unterschiedliche Strukturen und Bereiche sind wichtig.

Ein Staudenbeet bietet andere Bedingungen als eine Hecke, eine offene Bodenfläche andere als ein Rasen. Ein Teich schafft wiederum einen eigenen Lebensraum. Auch Totholz, Trockenmauern oder Bereiche, die seltener gemäht werden, können den Garten bereichern.

Ein Garten muss dafür keineswegs wild aussehen. Gepflegte Beete und naturnähere Bereiche können problemlos nebeneinander bestehen.

Heimische Pflanzen

als Nahrungsquelle

Wer mehr Leben in seinen Garten bringen möchte, kann bei der Pflanzenauswahl anfangen. Heimische Pflanzen sind besonders interessant, weil viele heimische Tierarten an sie angepasst sind.

Blüten liefern Nektar und Pollen, später können Früchte und Samen für Vögel und andere Tiere interessant werden. Eine Mischung aus Stauden, Gehölzen, Kräutern und Nutzpflanzen sorgt dabei für Abwechslung.

Ideal ist es, wenn im Garten über möglichst viele Monate hinweg etwas blüht. So finden Insekten auch außerhalb der klassischen Sommermonate Nahrung.

Weniger Ordnung

kann mehr Leben bedeuten

Auch bei der Gartenpflege darf es manchmal etwas entspannter zugehen. Kurz geschnittener Rasen, aufgeräumte Beete und das sofortige Entfernen von Laub und Pflanzenresten lassen nur wenige unterschiedliche Lebensräume entstehen.

Eine Ecke, die etwas länger wachsen darf, kann dagegen interessant sein. Laub kann unter Sträuchern liegen bleiben, Äste lassen sich zu einem kleinen Totholzhaufen aufschichten und verblühte Pflanzenstängel müssen nicht überall sofort abgeschnitten werden.

Dabei muss niemand seinen Garten verwildern lassen. Schon einzelne weniger intensiv gepflegte Bereiche können für mehr Abwechslung sorgen.

Offener Boden

unscheinbar, aber wertvoll

Auch eine freie Stelle im Beet kann ihren Wert haben. Nicht jede Fläche muss bepflanzt oder mit Mulch bedeckt werden.

Offene, möglichst wenig gestörte Bodenbereiche bieten unter anderem bodenbewohnenden Wildbienen geeignete Bedingungen. Gleichzeitig bleibt der Boden selbst als Lebensraum erhalten.

Wer seinen Garten vielfältiger gestalten möchte, sollte deshalb nicht nur auf die Pflanzen schauen. Auch Boden, Feuchtigkeit und unterschiedliche Oberflächen gehören dazu.

Insekten brauchen

mehr als Blüten

Ein blühender Garten bietet Nahrung – doch Insekten benötigen auch geeignete Plätze zum Nisten, Verstecken und Überwintern.

Totholz, abgestorbene Pflanzenstängel, Trockenmauern oder eine weniger gepflegte Gartenecke können solche Strukturen schaffen. Nisthilfen lassen sich ergänzend einsetzen.

Untersuchungen zu Bestäubern in deutschen Stadtgärten zeigen zudem, dass auch kleine Unterschiede in der Gestaltung eines Gartens Einfluss darauf haben können, welche Bestäuber dort vorkommen.

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Wasser schafft neue Lebensräume

Wasser bringt eine weitere Facette in den Garten. Ein Teich, eine kleine Wasserstelle oder ein feuchter Gartenbereich kann Lebensbedingungen schaffen, die auf trockenen Flächen fehlen.

Dafür braucht es nicht unbedingt einen großen Gartenteich. Auch kleinere Wasserelemente können interessant sein. Wichtig ist, dass Tiere die Wasserstelle sicher erreichen und wieder verlassen können.

Auch Regenwasser lässt sich stärker in die Gartengestaltung einbeziehen. Wo es auf dem Grundstück zurückgehalten und versickert, steht es der Umgebung länger zur Verfügung.

Weniger Versiegelung

mehr Raum für Natur

Terrassen, Wege und Zufahrten gehören zu einem funktionierenden Garten. Gleichzeitig sollte genau überlegt werden, welche Flächen tatsächlich befestigt werden müssen.

Wo keine Befestigung notwendig ist, kann Grünfläche erhalten bleiben. Bei benötigten Wegen oder Stellflächen können je nach Situation auch versickerungsfähige Lösungen infrage kommen.

So lassen sich befestigte Bereiche sinnvoll mit bepflanzten Flächen, offenen Böden und anderen Lebensräumen kombinieren.

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Der Garten als Teil

eines größeren Netzwerks

Ein einzelner Garten kann bereits Lebensraum bieten. Noch interessanter wird es, wenn mehrere Gärten unterschiedliche Strukturen aufweisen und miteinander verbunden sind.

In Deutschland gibt es laut KfW rund 17 Millionen Privatgärten. Viele kleine Veränderungen können sich bei einer solchen Zahl durchaus summieren.

Hecken, Bäume, Sträucher und andere Pflanzen können dabei Verbindungen zwischen verschiedenen Grünflächen schaffen. Nicht jeder Garten muss alles bieten. Gerade die Mischung macht den Unterschied.

Biodiversität beginnt mit kleinen Entscheidungen

Wer seinen Garten artenreicher gestalten möchte, muss nicht gleich alles umplanen. Oft reichen einzelne Veränderungen: eine heimische Staude mehr, eine Ecke, die seltener gemäht wird, ein Stück offener Boden oder eine kleine Wasserstelle.

Auch eine bewusst kleinere befestigte Fläche kann Raum für zusätzliche Pflanzen schaffen.

Der ideale Garten für mehr Artenvielfalt sieht deshalb nicht überall gleich aus. Er darf gestaltet sein und trotzdem Platz für natürliche Entwicklungen lassen.

Vermont-Bruchsteinmauer

charaktervolle Strukturen für den Garten

Mauern können Gartenbereiche gliedern und Höhenunterschiede aufnehmen. Die Vermont Bruchsteinmauer greift dabei die Optik klassischer Bruchsteinmauern auf. Gebrochene Oberflächen und verschiedene Farbtöne sorgen für ein charakteristisches Mauerbild.

Die Vermont Bruchsteinmauer ist in sechs Farbvarianten erhältlich: Basananthrazit, muschelkalk-nuanciert, Nero Bianco, Nebraska Kies, Sunset und grau. Verschiedene Formate ermöglichen unterschiedliche Gestaltungen – etwa als Betteinfassung, Gartenmauer oder zum Abfangen niedriger Böschungen.

So wird aus unterschiedlichen Elementen ein Garten, der nicht nur den eigenen Vorstellungen entspricht, sondern auch Raum für verschiedene Lebensräume lässt. Denn Artenvielfalt entsteht oft dort, wo ein Garten nicht aus einer einzigen Fläche besteht, sondern aus vielen kleinen, unterschiedlichen Bereichen.

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