Nachhaltiges Gärtnern

28 Sep

2022

Garten-News

Nachhaltiges Gärtnern

Weit mehr als bloße Alternative

Es gibt viele Begrifflichkeiten, die unsere Gesellschaft im Jahr 2022 prägen. „Klimakrise“ beispielsweise, mit dem berühmten 1,5 Grad-Ziel. „Inflation“, „Heizkosten“, „Angriffskrieg“, und nach wie vor „Corona-Pandemie“. Für die meisten gibt es, so traurig es auch sein mag, keine direkte Lösung, und schon gar keine schnelle. Das trifft zwar auch auf die Klimakrise zu, die mit Sicherheit niemand alleine lösen kann – jeder Mensch kann und muss jedoch einen kleinen Teil dazu beitragen, dass sich die Situation verbessert. Und da viele kleine Teile bekanntlich ein ziemlich großes Teil ergeben können, sind wir bei einem weiteren prägenden Begriff angelangt: der „Nachhaltigkeit“. Denn bei vielem, was wir tun, und vor allem jahrzehntelang achtlos getan haben, spielt der nachhaltige Gedanke noch nicht einmal eine untergeordnete Rolle. Die Hauptsache ist, man kann für 19 Euro nach Mallorca fliegen, selbst die kürzesten Strecken mit dem Auto fahren oder sein Grillfleisch für 1,99 Euro im Discounter kaufen. Mittlerweile sollte jedoch so ziemlich jede*r erkannt haben, dass unsere „Geiz ist geil“-Gesellschaft einen Punkt erreicht hat, an dem es einfach nicht mehr so weitergehen kann wie bisher. Es geht darum, vieles zu hinterfragen und ganz allgemein nachhaltiger zu handeln, zu denken, zu leben, damit auch die nächsten Generationen noch etwas von unserer schönen Welt haben können. Da der alternativlose Gedanke der Nachhaltigkeit keinen weiten Bogen um den eigenen Garten machen sollte, haben wir uns im Folgenden mit ein paar einfachen Möglichkeiten beschäftigt, um zum Überleben der Menschheit beizutragen. Klingt zu dramatisch? Nun, das ist es ja auch.

Die Nachhaltigkeit war ursprünglich ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, das 1713 erstmalig von Hans Carl von Carlowitz benannt und zuerst in der Forstwirtschaft angewendet wurde, indem nur soviel Holz im Wald geschlagen wurde, wie permanent nachwächst. Erst als man Ende des 20. Jahrhunderts erkannte, dass sämtliche Rohstoffe und natürlichen Ressourcen der Erde auszugehen drohen, übertrug man den Begriff der Nachhaltigkeit auf den Umgang mit allen anderen Ressourcen.

Auch beim Gärtnern spielt der nachhaltige Gedanke eine immer größer werdende Rolle und ist dabei so facettenreich wie eine Wildblumenwiese an einem lauen Sommerabend. Natürlich empfiehlt es sich beispielsweise, Regenwasser zu sammeln. Ob Zisterne oder Regentonne – helfen Sie mit, Wasser zu sparen. Mit einem eigenen Kompost lassen sich außerdem organische Küchenabfälle in nährstoffreichen Humus verwandeln, statt im Restmüll zu landen. So liefert er den Pflanzen wertvolle Inhaltsstoffe und verbessert gleichzeitig die Bodenqualität. Chemische Mittel zur Unkrautbekämpfung sollten in Ihrem Garten keine Beachtung finden, da diese die Bodenqualität in vielerlei Hinsicht negativ beeinflussen. Dass darüber hinaus auf Kunststoff jeglicher Art verzichtet werden sollte, versteht sich wahrscheinlich von selbst. Vor allem Plastiktöpfe sind ein großes Problem, hier sind Mehrweglösungen, zum Beispiel aus Ton, die deutlich nachhaltigere Lösung. Auch bei Schneidwerkzeugen oder Gartenmöbeln ist die Kunststoffvariante im Idealfall zu vernachlässigen, da ihre Lebensdauer in der Regel deutlich kürzer ist als die ihrer Pendants aus einheimischem Holz oder anderen natürlichen Materialien. Überhaupt sollten nicht mehr benötigte Dinge nicht achtlos entsorgt, sondern vielmehr durch Re- oder Upcycling einem anderen Zweck zugeführt werden. Alles Wissenswerte diesbezüglich erfahren Sie in unserem entsprechenden Blog-Beitrag. Um bei der Nachhaltigkeit mit gutem Beispiel voran zu gehen, werden wir bei KANN ab dem Frühjahr 2023 mit jeder Katalogbestellung ein Samentütchen mitschicken, damit im Außenbereich neben gepflasterten Flächen auch immer Platz für ein blühendes Beet sein kann. Alles Weitere erfahren Sie rechtzeitig über unsere bekannten Kanäle.

Das Wichtigste aber zum Schluss: Nachhaltigkeit ist kein Projekt, das einem strikten Regelwerk folgt und an einem bestimmten Punkt abgeschlossen ist. Nachhaltige Prozesse sollten langfristig angelegt sein, um nach und nach mit und an ihnen zu wachsen, ohne sich unter Druck setzen zu müssen. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, wo man anfängt. Die Hauptsache ist, man macht sich auf den Weg.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie ein paar Schritte dieses Weges auf den Ökopflastersteinen Stratos-Aqua von KANN zurücklegen würden. Dank der 5 mm breiten Sickerfugen kann Regenwasser ganz natürlich im Boden versickern, wodurch der natürliche Wasserkreislauf geschützt und sogar Abwassergebühren eingespart werden können. Ganz im Sinne des nachhaltigen Gedankens.