Ein Zuhause für die Wildbienen

11 Jan

2022

Garten-News

Ein Zuhause für die Wildbienen

Nicht jeder Garten ist automatisch insektenfreundlich

Insekten sind für unser Ökosystem aus verschiedensten Gründen von weitaus größerer Bedeutung, als sich so manche*r vorstellen kann. Zum einen sind sie wichtige Bausteine der Nahrungskette, da sie Nahrungsgrundlage für Vögel, Reptilien und Säugetiere wie Mäuse oder Igel sind. Außerdem spielt die Bestäubung eine bedeutende Rolle in unserem Ökosystem. Bienen, Schmetterlinge, Käfer und andere Insektenarten bestäuben Pflanzen und tragen so entscheidend zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Bei einem Ausfall der Bestäubung wären darüber hinaus der Obst- und Gemüseanbau in hohem Maße betroffen. Bodeninsekten sind zudem äußerst wichtig hinsichtlich der Zersetzungsprozesse von abgestorbenen Pflanzenteilen, die dem Boden wieder in Form von Nährstoffen zur Verfügung gestellt werden können.

Sie sehen also: Insekten aller Arten sind wichtig. Sehr wichtig sogar. Seit knapp 30 Jahren allerdings sind weltweit 80 % aller Insekten verschwunden, weil es nicht mehr ausreichend Nahrung und Unterschlupf für sie gibt. Denkt man diese Verlustrate weiter, gibt es in ungefähr 10 Jahren keine Insekten mehr. Die Folgen für unser Ökosystem wären, wie eingangs beschrieben, verheerend. Und wie so oft, ist der Mensch der Schuldige: Wälder und Wiesen fallen großen, asphaltierten Flächen zum Opfer, auf denen wir unsere Häuser bauen. Bei vielen Pflanzenarten in unseren Gärten werden aus optischen Gründen die Staubgefäße weggezüchtet, weshalb die Blüten weder Pollen, noch Nektar liefern. Darüber hinaus sind viele nicht-heimische Pflanzenarten für die Insekten wertlos. In unseren Gärten findet man sie dennoch, da sie nett aussehen.

Was können wir also tun, um das Insektensterben aufzuhalten? Nun, wir von KANN gehen mit gutem Beispiel voran, indem wir Verantwortung übernehmen, vor allem hinsichtlich Nachhaltigkeit und Renaturierung. In unseren ehemaligen Abbaugebieten schaffen wir bereits seit vielen Jahren Biotope und Agrarflächen, um neue Lebensräume für die Tierwelt zu kreieren. Außerdem übernehmen wir Blühpatenschaften, um blütensuchenden Insekten eine neue Heimat bieten zu können. Wie Sie Blühpate werden und darüber hinaus ein eigenes Insektenhotel ganz einfach selber bauen können, verraten wir Ihnen hier.

Außerdem kann jede*r von uns da anfangen zu helfen, wo es am meisten Sinn macht, nämlich im eigenen Garten. Verwenden Sie möglichst bienen- und insektenfreundliche Pflanzen wie Glockenblume, Sonnenhut oder Katzenminze. Kräuter sind obendrein wahre Bienenmagneten, von Rosmarin über Salbei und Thymian sind Sie in Ihrer Wahl vollkommen frei. Damit die Bienen die Kräuter allerdings nutzen können, müssen diese erblühen, weshalb es ratsam wäre, nur einen Teil davon zu ernten und den Rest blühen zu lassen. Auf diese Weise haben alle Beteiligten etwas davon.

Ergänzen können Sie Ihren insektenfreundlichen Garten durch das Aussähen einer Wildblumenwiese und das Anpflanzen besonders bienenfreundlicher Bäume und Sträucher. Wichtig ist ebenfalls, geeignete Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten anzubieten, indem Sie vertrocknete Blütenstängel im Herbst stehen lassen und den Garten nicht radikal säubern. Außerdem ist es hilfreich, einige offene Sandflächen anzuschütten, in denen zum Beispiel Wildbienen in selbstgebauten Röhren nisten können. Eine Trockenmauer ist ebenfalls ein idealer Unterschlupf für alle möglichen Insektenarten, da diese zwischen den einzelnen Steinen optimale Überlebensbedingungen vorfinden.

Kombinieren können Sie all das mit den Dorill Pflanzsteinen aus dem Hause KANN, die sozusagen als „bepflanzbare Mauer“ fungieren. So können Sie zum einen Ihre Böschung stabilisieren oder ihr Grundstück optisch gliedern, und zum anderen zahlreichen Insekten ein neues Zuhause geben.

Gehen Sie mit uns in eine bessere Welt.