Die No Dig-Methode

30 Aug

2022

Garten-News

Die No Dig-Methode

Umgraben verboten!

Der Begriff „Gartenarbeit“ beschreibt ziemlich treffend, woraus selbige besteht, nämlich aus „Garten“ und „Arbeit“. Und Letztere kommt dabei auch definitiv nicht zu kurz: Stehen, Bücken, Heben, Schaufeln, Hacken, Schneiden, die Tätigkeiten sind umfangreich und können vor allem für Ungeübte schnell anstrengend und belastend werden. Da bietet es sich förmlich an, überall da, wo es möglich ist, für Entlastung zu sorgen und so die Arbeit zu minimieren. Die No Dig-Methode ist genau so eine Möglichkeit, da sie dafür sorgt, dass eine körperliche Tätigkeit mehr oder weniger entfällt, nämlich das Umgraben. Doch so schön die Aussicht auf Gärtnern ohne anschließende Rückenschmerzen auch sein mag, aber wie funktioniert das Konzept genau? Und wachsen Salat und Gemüse trotzdem zuverlässig in Ihrem Beet?

„No Dig“ bedeutet übersetzt „Kein Umgraben“ und wurde 1981 von Charles Dowding entdeckt als Teil des biologischen Gärtnerns. Durch jährliches Mulchen in Kombination mit No Dig fand er heraus, dass unter anderem das Unkrautwachstum stark gehemmt wurde, was nicht nur eine enorme Zeitersparnis bedeutet, sondern auch äußerst nachhaltig ist.

Angewandt sieht die No Dig-Methode also so aus, dass ein Beet nicht umgegraben, sondern einmal im Jahr mit neuem Material aufgefüllt wird, wodurch die natürliche Bodenstruktur erhalten bleibt. Mikroorganismen zersetzen nach und nach die Bestandteile und setzen so Nährstoffe frei – fruchtbarer Humus entsteht. Durch den Kompostierungseffekt entsteht zusätzlich Wärme, die das Pflanzenwachstum entscheidend fördert.

Die Vorteile der No Dig-Methode sind zahlreich, zunächst einmal vermindert sie aber natürlich Ihre körperlichen Anstrengungen. Noch dazu wird die Bodenfruchtbarkeit erhöht, was gleichzeitig für eine Ertragssteigerung sorgt. Außerdem entsteht deutlich weniger Unkraut, das Bodenleben wird gefördert und auch die Wasserspeicherkapazität wird mit der Zeit erhöht.

Das Anlegen eines No Dig-Beetes ist nicht sonderlich kompliziert, einige Dinge sollten dennoch beachtet werden. Zunächst empfiehlt es sich, die Fläche mit dünnem Pappkarton auszulegen, der mit der Zeit verrottet, um das Unkrautwachstum zu hemmen. Darauf wird eine ca. 10 cm dicke Schicht Grasschnitt oder Obst- und Gemüseabfälle aufgetragen, gefolgt von einer knapp 5 cm-Schicht reifem Kompost. Den Abschluss bildet eine Schicht kompostreiche Pflanzenerde auf ungefähr 10 cm Laub, Zweige oder Rindenmulch, die für den nötigen Kohlenstoffreichtum sorgen. In die Pflanzenerde kommt schließlich das Saatgut.

Hinsichtlich der Pflege sollten Sie das Unkrautwachstum im Auge behalten, auch wenn ein No Dig-Beet grundsätzlich unkrautärmer daherkommt. Außerdem muss das Beet in den ersten Jahren kräftig gewässert werden, da sich die wasserspeichernde Humusschicht erst nach und nach bilden muss. Um das Bodenleben nicht zu stören, hacken Sie das Beet maximal 3 cm tief. Im Frühjahr sollte die Aufschichtung wiederholt werden, während das No Dig-Beet im Winter als Schutz gegen Kälte abgedeckt werden muss. Haben Sie sich erst einmal an den Ablauf gewöhnt, wird Ihnen die No Dig-Methode nicht nur eine ertragreiche Ernte, sondern auch viel Freude bereiten.

Für eine einfache und dauerhafte Einfassung Ihres No Dig-Beetes empfehlen wir Ihnen die Randsteine aus dem Hause KANN. Sie sorgen optisch für eine deutliche Abgrenzung und schaffen so klar definierte Linien und Flächen.