Die Geschichte des Vorgartens

17 Jun

2022

Garten-News

Die Geschichte des Vorgartens

„Die Visitenkarte des Hauses“

Der Ruf des Vorgartens muss, gelinde gesagt, zumindest als zweifelhaft bezeichnet werden. Es handelt sich um einen „halb-öffentlichen“ Bereich, der zwar den Grundstückseigentümern und somit zum Haus gehört, jedoch straßenseitig in den meisten Fällen bestens eingesehen werden kann. Das ist mit Sicherheit auch der Grund, weshalb der Vorgarten gemeinhin als „Visitenkarte des Hauses“ bezeichnet wird – ist er sauber und gepflegt, trifft dies vermutlich auch auf seine Besitzer zu. Dass diese Herleitung eines veralteten Gesellschaftsbildes ganz gewaltig hakt, muss dabei hoffentlich nicht breiter thematisiert werden. Heute geht es den meisten Menschen eher darum, den Vorgarten möglichst pflegeleicht zu gestalten, Ziersträucher und Blumenbeete weichen mehr und mehr PKW-Stellplätzen und Schottergärten. Dabei ist es durchaus möglich, seine Visitenkarte so zu gestalten, dass sie wenig Arbeit macht und ihre Besitzer dennoch ins rechte Licht rückt.

In früheren Jahren war der Vorgarten eine Art Repräsentationsfläche, mit der Wohlstand und Geschmack nach außen demonstriert wurden, oft durch die Einbindung exotischer, damals noch hierzulande weitestgehend unbekannter Pflanzen. Ebenfalls gab es in den meisten Fällen eine Bank oder sonstige Sitzgelegenheit, die den soziokulturellen Aspekt des Vorgartens bediente: hier konnte man kurz mit den Nachbarn sprechen oder das öffentliche Leben auf der Straße beobachten und so daran teilhaben. Diese liebevolle, bürgerliche Spießigkeit verkörpert auch ein weiteres „Kulturgut“ aus längst vergangenen Tagen: der Gartenzwerg. Über ganze Dekaden bevölkerten diese kleinen Figuren aus Ton und später Kunststoff unsere Vorgärten, immer bereit, jede Grenze des vermeintlich guten Geschmacks mit kitschiger Leichtigkeit zu überwinden. Heute trifft man sie hier und da zwar nach wie vor an, ihre trendige Häufigkeit hat allerdings rapide abgenommen. „Zum Glück“, sagen die einen, „Schade!“ die anderen. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.

Neben den Gartenzwergen hat auch die Zahl der begrünten Vorgärten deutlich abgenommen, die ehemals blühenden und gepflegten Beete sind oftmals Steppen- und Schottergärten gewichen, die optisch in vielen Fällen zwar eher trostlos erscheinen, aber eben deutlich weniger Arbeit machen. Allerdings sind sie zum Teil äußerst umstritten, da sie schlecht sind für Biodiversität und Klima; stellenweise sind sie sogar verboten. Es ist allerdings durchaus möglich, Schotter und Blumenwiese zu kombinieren, ohne die Pflege intensivieren zu müssen. Wildstauden, Wildblumen oder Wildrosen beispielsweise eignen sich hervorragend für trockene Standorte und sorgen außerdem dafür, dass Insekten ein Zuhause finden. Ziergräser, Lavendel oder Thymian kommen ebenfalls mit äußerst wenig Wasser aus und wachsen quasi von ganz alleine. Und wer einen bepflanzten und blühenden Vorgarten sein Eigen nennen möchte, aber das abendliche Gießen scheut, hat immer noch die Möglichkeit, auf künstliche Bewässerung zurückzugreifen, die enorm arbeitserleichternd ist. Einige Tipps und Kniffe diesbezüglich finden Sie hier.

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