Das Phänomen „Hochbeet“

17 Mär

2022

Garten-News

Das Phänomen „Hochbeet“

Garten-Allrounder oder Do-it-yourself-Hype?

Nicht erst seit dem Corona-Sommer 2020 ist klar: das Hochbeet ist aus unseren Gärten mittlerweile ebenso wenig wegzudenken wie von unseren Terrassen oder Balkonen. Auch mit wenig Platz ist es eine effektive und obendrein äußerst dekorative Möglichkeit, Salat oder Gemüse anzubauen. Doch wie ist der Einzug des Hochbeetes in unsere Außenanlagen zu erklären, und warum ist das Gärtnern im Stehen so beliebt?

Kurz gesagt: Hochbeete gab es im Prinzip schon immer, sie sind bei weitem kein neues Phänomen. Bereits vor über 4000 Jahren wurde in China Gemüse in erhöhten Beeten angepflanzt, sie gelten somit als die eigentlichen Erfinder. Auch Römer, Griechen und Azteken türmten Erde zu hohen Beeten auf, während die Ränder mit Tierknochen oder Geflechten aus Hölzern befestigt wurden.

Heute gibt es viele gute Gründe, sich ein Hochbeet anzuschaffen. Vor allem ist das Gärtnern definitiv rückenschonender als es bei der üblichen, gebückten Haltung der Fall ist. Außerdem finden die Pflanzen optimale Bedingungen vor, weshalb Sie das Beet früher im Jahr bepflanzen können. Grund dafür ist der im Inneren ablaufende Verrottungsprozess, der Wärme und einen hohen Nährstoffreichtum generiert. Eine natürliche Heizung sozusagen.

Darüber hinaus ist ein Hochbeet eine wunderbare Möglichkeit, die eigenen handwerklichen Fähigkeiten auf die Probe zu stellen. Natürlich können Sie es auch fertig kaufen, die Preisspanne ist mit 30 bis mehrere hundert Euro allerdings genauso groß wie die Qualitätsunterschiede. Außerdem ist so ein kleines Handwerksprojekt doch eine schöne Abwechslung vom gewohnten Alltag. Die Wahl des richtigen Materials fällt in der Regel auf Holz, allerdings können Sie sich auch für ein massives Hochbeet aus Naturstein oder Beton entscheiden. Hier legen wir Ihnen gerne die Germania antik-Mauer von KANN ans Herz, die sich hervorragend mit der Anlage eines Hochbeetes kombinieren lässt und für eine gemütliche Atmosphäre in Ihrem Garten sorgt.

Wenn es jedoch ein Holzbeet sein soll, gilt es, eine Gefahr besonders zu beachten, nämlich Feuchtigkeit. Um sie zu vermeiden und die Langlebigkeit des Beetes zu fördern, sollten Sie unbedingt die Innenseite der Holzwände mit Teichfolie auskleiden, wodurch das Holz nicht in direktem Kontakt mit der feuchten Erde steht. Eine gute Luftzirkulation sollte ebenfalls gewährleistet sein, weshalb das Hochbeet möglichst freistehen sollte – eine Platzierung direkt vor der Hauswand ist zu vermeiden. Bei der Gestaltung sind Sie natürlich komplett frei, allerdings empfiehlt sich eine Höhe von etwa 90 Zentimetern (ungefähr Hüfthöhe).

Elementar für die korrekte Funktion der „natürlichen Heizung“ ist die richtige Befüllung des Hochbeetes, die aus fünf Schichten besteht. Den Anfang macht eine dünne Drainage aus Kies, direkt darüber wird eine Schicht aus groben Ästen und Zweigen eingebracht. Es folgen feinere Grünabfälle wie Rasenschnitt oder Laub, anschließend wird normale Gartenerde eingefüllt. Eine Mischung aus Kompost und Blumenerde als sogenannte Pflanzschicht bildet den Abschluss der Schichtung. Diese Reihenfolge fördert den Verrottungsprozess im Hochbeet und sorgt für eine optimale Wärmeentwicklung. Durch die Verrottung kann die Schicht mit der Zeit absacken, weshalb sie regelmäßig mit Pflanzerde aufgefüllt werden sollte. Nach spätestens sieben Jahren sollte die komplette Schichtung des Hochbeetes erneuert werden, da sich der Effekt dann abgenutzt hat und die Prozesse nicht mehr richtig ablaufen können.

Da Sie Ihr Hochbeet nicht nur im Garten, sondern auch auf Ihrer Terrasse platzieren können, möchten wir Ihnen die Via Leano-Betonplatten aus dem Hause KANN ans Herz legen. Mit ihren gealterten Kanten bilden sie die perfekte Harmonie mit Ihrem üppig bepflanzten Hochbeet und verwandeln Ihre Terrasse in einen absoluten Lieblingsplatz.