Das lange Leben der Bruchsteinmauer

30 Nov

2021

Garten-News

Das lange Leben der Bruchsteinmauer

Mehr als 8000 Jahre lebendige Geschichte

Als Bruchsteinmauer wird ein Natursteinmauerwerk bezeichnet, welches aus Bruchsteinen und Mörtel aufgeschichtet wurde. Der Bruchstein wurde und wird in der Regel in einem Steinbruch im wahrsten Sinn des Wortes „gebrochen“, nämlich mit Hilfe von Keilen, Meißeln oder Brechstangen abgeschlagen und mit einem Hammer grob in Form gehauen. Dabei wird primär auf lokal vorkommendes Bruchgestein zurückgegriffen.

Die älteste Natursteinmauer der Welt wurde in Süd-Jordanien in einem Kellergewölbe entdeckt und auf ca. 6.000 v. Chr. datiert. Überhaupt zieht sich der Mauerbau in seiner ursprünglichsten Form quer durch die ganze Menschheitsgeschichte. Die irischen Mauern aus sogenannten Lesesteinen, die auf Feldern gesammelt und ganz ohne Mörtel zu Weideflächenbegrenzungen aufeinandergeschichtet wurden, gibt es bereits seit über 5.000 Jahren. Noch heute sind sie ein charakteristischer Teil der irischen Landschaft. Auch die weltberühmten Pyramiden der Ägypter sind im Grunde genommen eine Art komplexes Mauerwerk aus Naturstein, über deren Bautechnik sich die Experten bis zum heutige Tag nicht im Klaren sind.

Früher hatte der Bau einer Mauer sowohl praktische als auch existenzielle Gründe. Sie schützte vor Feinden und der Natur, fungierte bei den alten Ägyptern als Grabmal und diente ganz grundsätzlich als Fundament für Bauwerke. Es wurde das benutzt, was es nun mal in der Region gab, und der Bau unterwarf sich primär dem sinnvollen Nutzen. Heute ist es möglich, weltweit die unterschiedlichen Arten des Mauerbaus zu dokumentieren. Werden bei einer Bruchsteinmauer möglichst flache Steine horizontal mit Mörtel aufgeschichtet, benutzt man bei der aus dem Mittelmeerraum stammenden Zyklopenmauer große, unregelmäßig geformte Steine mit dem Ziel, dass möglichst kleine Fugen verbleiben. Natursteinmauern aus Schiefer werden mitunter auch vertikal geschichtet. Als Füllmaterial für Fugen und Hohlräume werden gemeinhin Mörtel und Gesteinsreste benutzt, damit der Grad der Verdichtung aus Stabilitätsgründen so hoch wie möglich ist. Darüber hinaus dienen viele Natursteinmauern als kleine Biotope, da sie viele seltene Tier- und Pflanzenarten beheimaten. Mauereidechsen, Bienen und verschiedene Farnarten sind bei uns die am verbreitetsten Bewohner.

Mittlerweile sind Bruchsteinmauern aus Naturstein allerdings noch aus einem anderen Grund beliebt: sie sind äußerst nett anzuschauen. Dabei entfällt heutzutage der klassische Aufbau auch aus Kostengründen in den meisten Fällen nahezu komplett, es geht eher darum, die Optik so gut wie möglich nachzuahmen. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen die Vermont-Bruchsteinmauer ans Herz legen, die mit ihrem rustikalen Charme jeden Garten aufwertet. Sie passt sowohl zu moderner, als auch zu eher traditioneller Architektur und kreiert eine ganz spezielle Wohlfühlatmosphäre in Ihrem Zuhause. Sie ist in sechs Farbvarianten erhältlich und lässt sich perfekt mit zahlreichen Produkten aus unserem KANN-Sortiment kombinieren.